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Anmerkung der Redaktion: Hierbei handelt es sich lediglich um einen Auszug. Den vollständigen Beitrag finden Sie in der digital signage-Ausgabe 2 2026 auf Seite 30 bis 31.
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Digital Signage entwickelt sich rasant: vom reinen Ausspielkanal zur datengetriebenen Echtzeit-Plattform im Omnichannel-Ökosystem. Integrationsstrategien, Automatisierung und Sicherheit haben sich deutlich verändert – ebenso die Rolle von KI.
Daten als strategisches Fundament
Für André Bartscher, Geschäftsführer bei digimago, ist Automatisierung Voraussetzung für Digital Signage als ernst zu nehmenden Kanal. Datenintegration ermögliche, dass „Digital Signage als Kanal automatisch aktuell bleibt“. Gerade im Omnichannel-Kontext seien automatisierte Prozesse nötig, um Konsistenz zu sichern und nahtlose Kanalwechsel zu ermöglichen. Auch Bütema misst Daten strategische Bedeutung bei. Patrick Schiller, Vorstand (CTO), betont: „Daten sind das aktuelle Gold und bilden die Basis für erfolgreiche Prozesse mit maximaler Automatisierung.“ Ohne integrierte Datenquellen entstünden keine personalisierten Erlebnisse. Ziel sei volle Integration ohne manuelle Nacharbeit. Während digimago Omnichannel-Konsistenz betont, rückt Bütema Erlebnisdimension und Retail Media stärker in den Fokus.
Der Reifegrad steigt
Beide Unternehmen beobachten in den letzten zwei bis drei Jahren einen deutlichen Professionalisierungsschub. Laut André Bartscher habe sich vor allem die Ausgangslage auf Kundenseite verändert, und die Datenqualität sei insgesamt besser geworden. Zudem werde heute stärker darauf geachtet, dass IT-Systeme über nutzbare Schnittstellen verfügen und mit anderen Systemen interagieren können. Patrick Schiller beschreibt den Wandel grundlegender: Vor drei Jahren habe der Fokus auf klassischer Infrastruktur und dem manuellen „Senden“ von Inhalten gelegen. Heute arbeite man in ereignisgesteuerten Systemen, die in Echtzeit auf Lagerbestände oder Wetterdaten reagieren. Der „größte Shift“, so der Vorstand, sei jedoch der Einzug von KI. Inhalte würden nicht mehr nur angezeigt, sondern dynamisch generiert. Gleichzeitig verändere die dynamische Ausspielung von Retail-Media-Elementen auch das kommerzielle Modell von Digital Signage – weg von fixer Belegung, hin zu programmatischer Monetarisierung.
Regina Pawlowski

