Anmerkung der Redaktion: Hierbei handelt es sich lediglich um einen Auszug. Den vollständigen Beitrag finden Sie in der digital signage-Ausgabe 1 2026 auf Seite 6 bis 13.
Lesedauer: circa 1,5 Minuten
Digital Signage steht vor einem weiteren Evolutionsschritt. Was lange als Zukunftsvision galt, rückt nun greifbar nahe: KI-gestützte Content-Automatisierung, datengetriebene Ausspielung, neue Displaytechnologien und ein wachsender Service- und Plattformgedanke prägen die Agenda für 2026. Gleichzeitig zwingen wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Nachhaltigkeitsanforderungen die Branche zu realistischen, effizienten Lösungen. Wir haben Branchenexperten gefragt, welche Trends Unternehmen jetzt im Blick behalten sollten.
Vom Buzzword zum Betriebssystem
Einigkeit herrscht darüber, dass Künstliche Intelligenz künftig nicht mehr nur Zusatzfunktion, sondern Kernbestandteil von Digital-Signage-Lösungen sein wird. Stefan Kröll, Grafik Design, Web und Digital Signage bei Aldisplays, blickt dabei mit einer Mischung aus Erfahrung und Skepsis auf die Entwicklungen: „Wenn ich mal in die Glaskugel gucken soll und mir die gängigen Artikel in etwa DOOH-Publikationen anschaue, dann soll 2026 eintreten, was all die Jahre schon prognostiziert wurde“, sagt Stefan Kröll. KI-basierte Personalisierung werde als Standard gehandelt, „aber das sollte schon vor acht Jahren Standard werden“. Technologisch sei vieles längst möglich, etwa Bewegungsanalysen oder Alters- und Geschlechtserkennung per Kamera. Entscheidend bleibe jedoch, „welche Bereiche dieser Prognosen wir tatsächlich abdecken werden können und wollen“. Konkreter wird Mike Finckh, CEO von Concept International. Er sieht insbesondere in der generativen KI einen Beschleuniger für den Werbemarkt: „Zum einen ermöglicht es die generative KI, relevantere Werbeclips in Echtzeit zu generieren“, etwa auf Basis von Wetter- oder Eventdaten. Gleichzeitig senke KI die Einstiegshürden für Kampagnenplanung deutlich: „Erstelle mir eine Kampagne für Biersorte ABC zum Anlass des Halbfinales der Fußball-WM mit dem Budget XYZ“ – solche Szenarien seien 2026 Realität.
Regina Pawlowski

