Bild: Pixel Sharp
Für eine Aktion des British Museum in London hat Pixel Sharp Motive nach dem Vorbild des „Teppich von Bayeux“ sowie den Schriftzug „Merci“ auf die White Cliffs of Dover projiziert. Anlass für die Aktion an einem der bekanntesten Wahrzeichen Großbritanniens war die bevorstehende Rückkehr des historischen Wandteppichs nach England. Das Meisterwerk stellt die Eroberung Englands durch die Normannen im Jahr 1066 dar und hängt im „Musée de la Tapisserie de Bayeux“ in der Normandie und ist nun, exakt 1.000 Jahre nach dem dargestellten Ereignis, bis Juli 2027 als Leihgabe im British Museum zu sehen. Die Projektion war als Dankesgeste an Frankreich konzipiert.
Pixel Sharp übertrug die vom British Museum entwickelte Gestaltung auf die besonderen Bedingungen der natürlichen Projektionsfläche. Die Klippen sind weder eben noch durchgehend weiß. Moos und Vegetation sorgen stellenweise für Farb- und Kontrastunterschiede. Deshalb mussten unter anderem dunklere Farben angepasst sowie Typografie und Anordnung der Motive auf Maßstab, Projektionsentfernung und Oberflächenstruktur abgestimmt werden.
Auch die Installation stellte besondere Anforderungen. Der Projektionsstandort war nur eingeschränkt zugänglich und verfügte über keine Stromversorgung. Die Technik musste deshalb transportabel sein und wurde vollständig mit mobilen Batterien betrieben. Zum Einsatz kamen vier Panasonic RQ35K 4K-Laserprojektoren, angeordnet in zwei doppelt gestapelten Paaren. Für die Mehrprojektor-Anwendung setzte Pixel Sharp auf 3-Chip-DLP-Technologie, um eine möglichst einheitliche Farb- und Bildwiedergabe über die Projektionsfläche zu erzielen.
Für Aufbau und Mapping stand nur ein begrenztes Zeitfenster am Abend zur Verfügung. Die Positionierung der Projektoren dauerte wenige Stunden, das Mapping rund eineinhalb Stunden. Zusätzlich erschwerten dichter Nebel sowie ein herannahendes Gewitter die Produktion. Wegen des Gewitters wurde das System nach den erforderlichen Aufnahmen früher als vorgesehen abgeschaltet.

