Concept International stellt auf der Embedded World, die vom 10. bis 12. März in Nürnberg stattfindet, die neueste Android-Generation der Giada-PCs vor.
Das Portfolio: D108, Af708 und Giada-Carrierboards
Auf dem Event mit dabei ist der D108, ein High-Performance-PC mit Grafik- und Multidisplay-Fähigkeit auf x86-Basis. Mit Amd Ryzen-Prozessoren der 7000- und 8000-Serie bietet der D108 mit einem Passmark von rund 24.000 (R5) bis 30.000 (R7) eine Rechenleistung, die bei gleichem Preis über den Intel-basierten Giada Embedded-PCs liegt. In Kombination mit der integrierten Amd Radeon 780M- beziehungsweise 760M-Grafik, den vier HDMI 2.0 Ports mit Eeid – also der fest programmierten Ausgangs-ID des HDMI-Ports, so dass im Servicefall eines Monitors die Zuordnung bleibt – eignet sich das Gerät auch für grafikintensive HMIs über vier Bildschirme hinweg. Mit dem Af708 baut Giada die Android-basierte Produktpalette weiter aus. Neben dem schwächeren AR707 mit dem RK3588 bietet der AF708 mit dem RK3576 laut Concept International als Arm-basierter Industrie-PC eine starke Feldbus- und I/O-Ausrichtung. Zwei 4-Pin-CAN 2.0-Busse und vier serielle Ports sowie acht digitale Gpios stehen standardmäßig zur Verfügung. Die integrierte Npu, die bis zu 6 Tops KI-Leistung bereitstellt, soll einfache Bilderkennung, zum Beispiel zur optischen Fehlererkennung, ermöglichen. Acht bidirektionale Gpios sollen die flexible Anbindung einfacher Sensoren, Schalter oder Aktoren ohne zusätzliche I/O-Module ermöglichen.
Zusätzlich sind eine Reihe von Giada-Carrierboards in verschiedenen Größen und mit Arm oder x86Cpu im Messegepäck – wie zum Beispiel das Ib5-210, das laut Concept International mit seiner Kombination aus industrietauglichem Design und breiter Schnittstellenvielfalt auf Embedded-, Industrie- und Edge-AI-Anwendungen ausgelegt ist. Zur Display-Unterstützung gehören HDMI, Displayport, Lvds und edp, wodurch sich sowohl klassische Industriepanels als auch moderne Displays direkt anbinden lassen – ein Vorteil für Hersteller von HMIs, medizinischen Geräten oder digitalen Anzeigesystemen. Darunter sind auch drei Docking Boards im 3,5 Zoll- bzw. Mini-Itx-Format, die fest verbaut trotzdem die Flexibilität hinsichtlich Arm oder x86 Architektur und damit des Betriebssystems ermöglichen sollen.
Außerdem auf der Messe zu sehen
Mit dem Giada Im1-707und dem Im1-993 werden zwei Smarc-Module vorgestellt. Das sind Module für Embedded- und Iot-Systeme für Android, auf Basis des Rockchip Rk3588 (Im1-707) beziehungsweise auf Basis des Nxp i.Mx93. Beide Systeme basieren auf Cortex-Kernen, beim Nxp ist die Cpu „Made in USA“. In Form des Im1-210 gibt es ein PC-Modul mit der Intel X7433Re Cpu, die mit Quadcore 3,4 Gigahertz für jede Windows- App arbeitet. Die Module sind auf Temperaturbereiche von minus 40 bis plus 85 Grad Celsius ausgelegt. Zudem stellt Concept International Windows-Rugged-Tablets von Dt Research vor, darunter die Modelle Dt 362wn in sechs Zoll und Dt 382wn in acht Zoll. Sie basieren auf einem Intel N-Prozessor und verfügen über Touchscreens mit 850 Candela pro Quadratmeter auf einem 2K-Panel im Handflächenformat. Ein zentrales Merkmal ist ihr hot-swappable-Akku, der einen unterbrechungsfreien Betrieb beim Einsatz zum Beispiel im Außendienst, oder in Lager- oder Rettungsdiensten auch in rauen Umgebungen ermöglichen soll. Die Geräte sind in den Schutzklassen Ip65, Mil-Std-810h/-461g zertifiziert und können mit optionalen Komponenten wie Kameras, Barcode-Scanner, RFID/NFC-Reader, GPS und Mobilfunk ausgestattet werden.
Von Futurepad und Sunmi
Das neue Fpe10-w der Eigenmarke Futurepad von Concept International ist ebenfalls am Messestand dabei. Es wiegt circa 800 Gramm, ist 11,6 Millimeter dünn und mit einem Intel Alder Lake N200-Prozessor, 16 Gigabyte RAM und 128 Gigabyte Speicher ausgestattet. Das Futurepad Fpe 10-w ist nach Ip66 gegen Staub und starkes Strahlwasser geschützt. Es ist auch in einer Version für den medizinischen Einsatz, etwa beim Rettungsdienst, mit den entsprechenden Zertifizierungen, erhältlich. Von Sunmi stellt Concept International die neue cpad-Serie vor: die Tablets in Display-Größen sieben, acht, elf und 14 Zoll. Die cpads laufen mit Android 14 und bieten mit acht Gigabyte RAM und 128 Gigabyte internem Speicher laut Concept International genug Leistung und Kapazität für typische Enterprise-Anwendungen wie Pos-Software, Bestell- und Kundenmanagement, mobile Datenerfassung oder digitale Kiosksysteme auch im Außenbereich. Alle Modelle sind mit einem Zubehörangebot modular erweiterbar: Optional gibt es integrierte 2D-Scanner, die barcodebasierte Workflows im Tablet ermöglichen, oder LTE-Funktionen, um mobile Konnektivität ohne Wlan sicherzustellen. Ergänzend unterstützen verschiedene Dockingstationen die Integration in stationäre Arbeitsplätze oder stellen Zusatzanschlüsse bereit, was die Flexibilität im Einsatz deutlich erhöht.

